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Neuraltherapie
Neuraltherapie PDF
Ist eine auf dem Boden der Schulmedizin gewachsene ganzheitlich orientierte Form von Regulationstherapie und als solche alleine oder in Kombination mit allen herkömmlichen Therapieformen anwendbar. Sie ist eine Methode, die darauf abzielt, die Ursachen verschiedener funktioneller Beschwerdebilder und chronischer Leidenszustände mit Hilfe von Lokalanästhetika-Injektionen zu beeinflussen.
 
Die Behandlung von akuten Krankeiten kann durch eine Neuraltherapie unterstützt werden. 
 
Ziel der Behandlung ist die Voraussetzung zur Selbstheilung zu schaffen. Der Mensch wird dabei immer als Ganzheit betrachtet. Ganzheitlich gesehen ist der Mensch dann als gesund zu betrachten, wenn die Vernetzung aller Organe, Muskeln, Nerven, des Bindegewebes und der Haut störungsfrei funktioniert. Ist die Vernetzung im Körper nicht mehr in der Lage die verschiedenen Funktionen aufeinander abzustimmen, treten Symptome wie zum Bespiel Schmerzen auf, die mitunter weit von der ursächlichen Störquelle gelegen sein können.
 
Mit dem Lokalanästhetikum unterbricht man einen schon lange gestörten Informationsfluss. Damit wird das ursächliche Störfeld ausgeschaltet, sodass sich der Körper erholen und seine Selbstheilungskräfte wieder mobilisieren kann.
 
Zu einer gezielten neuraltherapeutischen Behandlung gehört eine umfangreiche und somit genaue Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese). Hierbei wird besonders Wert auf diejenigen Ereignisse gelegt, die kurz vor dem Auftreten der derzeitigen Beschwerden stattgefunden haben, wie Unfälle, Operationen, Infektionen, Zahnbehandlungen, Geburten, usw.
 
Im Anschluss daran findet die neuraltherapeutische Untersuchung (Inspektion, Palpation) des Zustandes von Haut, Bindegewebe und Muskulatur statt. Man ertastet die Verschiedenheiten der Haut, entdeckt Veränderungen wie etwa Verquellungen der Haut sowie des darunterliegenden Bindegewebes und nimmt Verspannungen in der Muskulatur wahr.
 
Der erfahrene Neuraltherapeut wird sich bei der anschließenden Behandlung mittels Injektion eines Lokalanästhetikums nicht nach fixen indikationsbezogenen Punkten, sondern nach dem aktuellen Tastbefund richten. Maßgeblich für den Erfolg der Behandlung ist, den Weg zur ursprünglichen Störquelle zu finden. Die Kunst des Neuraltherapeuten liegt in der Kenntnis der Zusammenhänge des Krankheitsgeschehens. Die gezielte Injektion geringer Mengen mit möglichst zarter Nadel ist für den Erfolg entscheidend.